Die Neurodermitis meiner Tochter

Neurodermitis kennen viele Menschen und assoziieren es sofort mit leicht trockener und unschöner Haut. Doch hinter der Krankheit steckt leider mehr. Es gibt verschieden starke Ausprägungen. Jeder Mensch geht anders damit um, da Neurodermitis individuell ist und sich bei jedem anders äußert. Meine kleine 1-jährige Tochter hat seit ihrem 4. Lebensmonat eine sehr stark ausgeprägte Neurodermitis.

Die ersten Wochen nach ihrer Geburt war die Haut meiner Tochter nur leicht trocken und ab und zu stellenweise gerötet. Aber um ihren 4. Lebensmonat herum wurde es immer schlimmer. So schlimm, dass wir unseren Kinderarzt gewechselt und uns in die Hände von Spezialisten begeben haben. Es war schon so schlimm, dass ich von alternativen Behandlungsmethoden vorerst nichts wissen wollte und ich für meine leidende Tochter Cortison und Cortisonersatz verlangt habe. Zu dieser Zeit konnte sie wegen dem extremen Juckreiz kaum noch schlafen. Ihr ganzer Körper war betroffen. Überall hat es gejuckt. Sobald sie jedoch zu Kratzen begonnen hat, wurde der Juckreiz immer schlimmer. Ein nicht enden wollender Teufelskreis.

Irgendwann hat der komplette Körper von Kopf bis Fuß gejuckt. Sie hat geschrien und geschrien, weil sie sich selber einfach nicht mehr helfen konnte. Als Mama sitzt man daneben und ist verzweifelt, weil man alles mögliche probiert um ihr Linderung zu verschaffen, aber nichts hilft. Garnichts. Man ist verzweifelt. Machtlos.

Als ich ihren Körper ein paar Tage lang mit schwach dosiertem Cortison eingeschmiert habe, wurde es zwar ein bisschen besser – aber noch lange nicht gut! Der Juckreiz war leider ein ständiger Begleiter. Sie konnte aber nun immerhin wieder 1-2 Stunden am Stück halbwegs in Ruhe schlafen, was zu diesem Zeitpunkt schon ein riesen Fortschritt war.

Als es ihr ein klein wenig besser ging, startete ich nach und nach mit alternativen Behandlungsmethoden. Denn eines muss einem klar sein: Cortison heilt keine Neurodermitis! Cortison kann nur Schübe lindern und der Haut dabei helfen, äußerlich wieder abzuheilen. Die Krankheit selbst ist damit jedoch nicht besiegt.

Ich möchte hier jetzt garnicht all die alternativen Behandlungsmethoden aufzählen, die wir schon ausprobiert haben. Denn – wie anfangs schon geschrieben – die Neurodermitis ist bei jedem anders. Somit hilft jedem auch etwas anderes. Für uns war leider noch nichts passendes dabei. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich meiner Tochter helfen kann. Irgendwann wird etwas dabei sein, das ihr hilft.

Seit einigen Wochen testen wir TCM (traditionell chinesische Medizin) und Homöopathie. Ich kann dazu noch nichts sagen, weil ich aktuell weder eine Verbesserung noch eine Verschlechterung bemerke.

Zusätzlich achte ich sehr stark auf ihre Ernährung. Im Jänner habe ich unsere Ernährung komplett auf möglichst allergenarme Ernährung umgestellt. Ich werde in Zukunft meinen Blog auch dafür nutzen, um einige unserer (neuen) Lieblingsrezepte nach und nach online zu stellen.

Aber egal was kommt, egal wie schlimm die Schübe sind: positive Gedanken und eine starke Familie im Hintergrund, die mich immer wieder auffängt wenn ich verzweifle, sind für mich das A und O! Danke dafür ♥ Ohne meinen Eltern, meinem Partner und meinem Bruder könnte ich niemals so stark für meine kleine Tochter sein, wie ich es heute bin! Wir werden dieser unnötigen und lästigen Neurodermitis sowas von gewaltig in den Hintern treten!!!

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