Haarpflegeroutine ohne Chemie

Immer wieder liest man erschreckende Artikel über diverse schädliche Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten für Haut&Körper. Die negativen Auswirkungen auf die Umwelt darf man auch nicht außer Acht lassen. Deswegen habe ich mich vor einem halben Jahr dazu entschieden, dass ich nach und nach auf industriell hergestellte Produkte verzichten möchte. Die Umstellung soll Schritt für Schritt erfolgen. Immer wenn ein Produkt leer wird, wird es durch etwas Natürliches ersetzt. Denn ich war noch nie ein Fan davon, noch halb volle Dinge einfach wegzuschmeißen. Schritt 1 war die Umstellung auf Waschnüsse (statt Waschmittel). Schritt 2 ist meine Haarpflegeroutine ohne Chemie.


 

No-Poo?! Haarwäsche ohne Haarshampoo & Spülung

Seit mittlerweile einem knappen halben Jahr pflege ich meine Haare ganz ohne Chemie. Anfangs habe ich es mit Heilerde probiert. Nach zwei harten Wochen habe ich damit allerdings wieder aufgehört, weil ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden war. Ich wusste zwar, dass es eine gewisse Zeit dauern wird bis sich meine Haare an den Silikonentzug gewöhnen werden. Allerdings habe ich mich nach dieser kurzen Zeit nicht mehr wohl gefühlt und habe mein Vorhaben abgebrochen.

Ein paar Tage später habe ich einen neuen Versuch gestartet – diesmal mit ganz normalem Roggenmehl! Diese Variante klappt bei mir prima. Doch wie funktioniert’s?

Haarwäsche mit Roggenmehl und Apfelessig

Für die übliche Haarwäsche fülle ich eine Kaffeetasse bis zur Hälfte mit Roggenmehl an. Anschließend kommt Wasser in diese Tasse, bis das entstandene Gemenge die Konsistenz von normalem Haarshampoo bekommt. Ich mag es eher flüssiger, weil man sich dann beim Auswaschen einiges an Zeit (und Wasser) erspart.

Beim Waschen ist es wichtig, dass man das Roggenmehl-Wasser-Gemisch wirklich bis an die Kopfhaut einmassiert. Beim späteren Auswaschen darauf achten, dass keine Rückstände im Haar bleiben.

Abschließend spüle ich meine Haare noch mit Apfelessig aus. Dafür nehme ich eine weitere Kaffeetasse, fülle bodenbedeckt handelsüblichen Apfelessig hinein und fülle den Rest mit lauwarmen Wasser auf. Dieses Gemisch schütte ich mir dann über den Kopf und massiere nochmal kräftig durch. Anschließend ausspülen. Keine Sorge, der Geruch vom Essig verfliegt schnell wieder und man bekommt später nichts mehr davon mit. Beim Apfelessig nur darauf achten, dass man nichts davon in die Augen bekommt.

Mein persönliches Fazit

Ich bin mit dieser Variante der Haarwäsche wirklich sehr zufrieden. Meine Haare sind seitdem voluminöser, glänzender und sehen gesünder aus als vorher. Ich habe keinen Spliss mehr, wodurch meine Haare kaum noch abbrechen.

Meistens lasse ich meine Haare abends bzw. über Nacht an der Luft trocknen und glätte sie mir am nächsten Morgen schnell durch. Durch das Weglassen von Pflegeprodukten kommen meine Naturwellen wieder zur Geltung. Ich verwende vor dem Glätten übrigens auch keinen Hitzeschutz mehr. Haarspray habe ich noch nie wirklich oft verwendet, deswegen fällt mir das absolut nicht schwer, diesen wegzulassen.

Wie ich in Zukunft meine Haare färben bzw. tönen werde weiß ich noch nicht. Es soll gute Henna-Farben geben, allerdings habe ich dazu noch keine persönlichen Erfahrungen gemacht. Bis jetzt bin ich mit meiner Naturhaarfarbe mehr als zufrieden.

8 Comments

  1. aktivmitkindern

    4. April 2017 at 20:36

    Hallo,

    das liest sich jetzt wirklich interessant. Ich hadere auch schon seit längerer Zeit mit meinem bisherigen Shampoo aus der Drogerie. Aus den Gründen, welche du anfangs genannt hast.
    Von Roggenmehl als Shampoo-Ersatz hatte ich zwar schon gehört, konnte es mir aber nicht so wirklich vorstellen. Aber ich denke, dass ich es nun einmal probieren werde.
    Und wenn es nicht gut klappt, kann ich aus dem restlichen Mehl immer noch ein Brot backen ;)

    Liebe Grüße, Lisa

    1. Julies Blog

      4. April 2017 at 20:45

      Hahaha ja das mit dem Brot klingt nach einem guten Plan :)
      Vermische das Roggenmehl gut mit dem Wasser und lass es wirklich flüssig werden. Dann sollte alles gut funktionieren. Gründlich auswaschen, denn sonst kleben die Haare.
      Ganz liebe Grüße,
      Julie

  2. Sarah

    4. April 2017 at 20:42

    Sehr interessanter Beitrag, habe noch nie gehört das Roggenmehl gut für die Haare ist und war erst skeptisch als ich den Titel sah. Ob ich es selbst probieren würde, weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber dennoch sehr interessant :)

    Liebste Grüße

    Sarah / http://sarahshopaholicc.blogspot.de/

    1. Julies Blog

      4. April 2017 at 20:46

      Ja, es kostet schon einiges an Überwindung. Weil es klingt ja wirklich sehr komisch.. aber ich bin total zufrieden, obwohl ich mir das nie erwartet hätte :)
      Liebe Grüße,
      Julie

  3. Anja

    5. April 2017 at 06:32

    Das is ja cool, das probiere ich auf jeden Fall mal aus. Volumen ist bei mir in Ordnung aber mehr Glanz kann auf keinen Fall schaden! Wenn das so einfach ist, wäre ja echt perfekt. Liebe Grüße

  4. tomateninsel

    8. April 2017 at 22:04

    Hi Julie,
    das ist ja eine tolle Alternative zu Shampoo. Musst du damit öfter oder seltener als mit herkömmlichem Shampoo waschen?
    LG Melli

    1. Julies Blog

      10. April 2017 at 13:38

      Hey Melli!
      Der Gewohnheit halber wasche ich meine Haare trotzdem jeden 2. Tag. Danach fühle ich mich nicht mehr wohl, weil die Haare von Tag zu Tag mehr am Kopf anliegen und einfach nur runterhängen :)
      Liebe Grüße,
      Julie

      1. tomateninsel

        12. April 2017 at 20:20

        Danke für deine Antwort :)

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