Mein erstes Jahr als zweifach-Mama ♥

Mein erstes Jahr als zweifach-Mama ist nun um. Ich weiß, das sagen alle: aber es ist doch ein Wahnsinn, wie schnell die Zeit verrennt! Gerade erst habe ich von meiner zweiten Schwangerschaft erfahren und schwupps… ist das erste Jahr auch schon wieder um!

Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass mir die Umstellung von einem zum zweiten Kind schwerer gefallen ist, als die Umstellung vom nicht-Mama-sein zur 1-fach-Mama. Mein Erstgeborener ist ein absolut pflegeleichtes und braves Vorzeigekind. Mittlerweile ist er fast 5 Jahre alt und spinnt altersgerecht manchmal herum oder weiß nicht wohin mit seiner Wut, wenn mal etwas nicht so klappt wie er sich das vorstellt. Aber trotz all dem ist er einfach nur unbeschreiblich lieb und toll.

Meine Tochter forderte mich allerdings von ihrem ersten Lebtag an. Sie hat so richtig Hummeln im Hintern – deswegen wird sie von uns auch liebevoll Hummelchen genannt. Sie ist das komplette Gegenteil ihres Bruders! Sie ist so eine richtig wilde und freche Zuckermaus. Die zwei sind wie Tag und Nacht. Das einzige, das die zwei wirklich miteinander gleich haben, ist ihre unendliche Liebe zueinander. Und diese Liebe ist auf beiden Seiten unendlich.

Ich habe während meiner Schwangerschaft mit so vielem gerechnet: dass mein Sohn eifersüchtig reagiert, sobald sein kleines Geschwisterchen da ist. Oder dass er das Baby wieder hergeben möchte, sobald es mal zu Schreien und nerven beginnt. Aber nichts davon ist eingetreten! Im Gegenteil. Mein kleiner Schatz liebt seine Schwester seit ihrem ersten Lebtag an so sehr, dass ich täglich weinen könnte vor Glück. Er macht alles für sie! Er teilt sein Spielzeug, lässt sie von seinem Lieblingseis abschlecken, nimmt sie in seinem Auto mit, mag sie in seinem Bett schlafen lassen, und und und. Also wirklich durch und durch ein toller großer Bruder! Das erleichtert mir natürlich so einiges im Alltag.

Anfangs habe ich meine Tochter viel mit Tragehilfen getragen. In den ersten Wochen habe ich sie mir in ein Tragetuch gewickelt. Mit etwa drei Monaten saß sie dann zum ersten Mal in der Manduca. Das war total praktisch, denn geschlafen hat sie unter Tags kaum und alleine herumliegen wollte sie auch nicht länger als 10-15 Minuten. Und durch diese zwei Tragehilfen war sie immer dabei und ich hatte trotzdem beide Hände frei um mit Benny zu spielen und/oder um im Haushalt etwas zu machen.

Als Madeleine 12 Wochen alt war sind wir zum ersten Mal zu viert in unseren einwöchigen Sommerurlaub gefahren ♥ Es war ein wunderschöner Urlaub! Wir waren auf unserem Stamm-Campingplatz in Italien. Es war anders als die Jahre zuvor, die wir zu dritt dort verbrachten. Denn mit so einem kleinen, dauerstillendem Baby konnte ich weder mit dem Tandemfahrrad mitfahren, noch konnte ich beim Tretbootfahren samt Rutsche dabei sein. Dennoch war es eine tolle und ereignisreiche Woche!

Im Herbst – also als Leni vier Monate alt war – wurde leider sehr starke Neurodermitis diagnostiziert. Seitdem beherrscht diese Krankheit unseren Alltag. Darüber habe ich hier schon geschrieben. Ich war deswegen am Boden. Aber so richtig! Dank dem starken Rückhalt meiner Eltern, meines Freundes und von meinem Bruder kann ich heute allerdings ganz gut mit ihrer Krankheit umgehen. Unser ganzes Leben hat sich seit dieser Diagnose verändert. Sie hat einige Nahrungsmittelallergien und zusätzlich noch viel zu viele Unverträglichkeiten. Auswärts Essen zu gehen meide ich also so gut es geht. Selbst die Lebensmitteleinkäufe in normalen Supermärkten sind ab und zu ziemlich stressig, weil ich ihr nicht so einfach etwas zum Knabbern geben kann während sie im Einkaufswagen sitzt. Aber es wird von Tag zu Tag besser! Mit jedem Tag entdecke ich neue Rezepte und Lebensmittel, welche die kleine Maus essen darf und freue mich dann darüber, wenn es ihr auch genüsslich schmeckt.

Ich bin gespannt was das zweite Zweifach-Mama-Jahr für mich bereit hält. Es wird bestimmt spannend! Madeleine beginnt gerade zu gehen und Benny ist ab dem kommenden Kindergartenjahr schon ein Vorschulkind ♥ Langweilig wird es bestimmt nicht! :)

4 Comments

  1. Silvana

    1. April 2017 at 21:39

    Hallo Juli, da erinnere ich mich noch sehr gut an unsere Anfangszeit zu viert. Es hat länger gedauert als geglaubt das Familienleben wieder neu zu ordnen. Es ist schon was anderes zu viert als zu dritt. Und das es auch anders ist als von nicht Mama zu Mama und von ein-fach Mama zu zwei-fach Mama, stimmt auch total. Lg silvana von NoahskleineWelt.de

    1. Julies Blog

      1. April 2017 at 22:07

      Hallo Silvana!
      Oh ja, zu viert ist es wirklich ganz anders. Die Umgewöhnung war für mich anfangs manchmal sehr schwer. Vor allem wegen dem plötzlichen Schlafmangel, nachdem wir vom Großen sehr verwöhnt waren :)
      Liebe Grüße,
      Julie

  2. Denise

    8. April 2017 at 08:31

    Ui das klingt nach einem sehr spannenden ersten Jahr! Ich finde es bewundernswert, dass dein Sohn wirklich ansolut keine Eifersuchtszeichen zeigt-wirklich sehr brav und so wie man es sich als Mama erhofft! Ich hoffe bei deinem Töchterchen wachsen sich noch einige Unverträglichkeiten aus sodass sie dann doch mal fast alles essen kann-ist ja oft so dass sich das dann im Schulalter legt :D.
    Ich wünsche euch ein weiteres spannendes Jahr zu 4!

    Viele Grüße
    Denise von
    http://www.lovefashionandlife.at

    1. Julies Blog

      10. April 2017 at 13:39

      Ja, diese Hoffnung, dass sich alles in den nächsten Jahren verwächst hab ich auch. Drück euch die Daumen, dass es bei euch klappt :)
      Liebe Grüße

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