Working-Mum oder doch lieber daheim bei den Kindern bleiben?

Bald ist es so weit und meine Karenzzeit neigt sich dem Ende zu. Je näher dieser Tag X kommt, umso nervöser und nachdenklicher werde ich diesbezüglich. Soll ich gleich nach der Kindergarteneingewöhnung meiner Tochter wieder arbeiten gehen oder doch lieber noch ein bisschen zuhause bleiben? Bekommt sie überhaupt einen Platz im Kindergarten? Falls ich arbeiten gehe – wieviele Stunden sind machbar? Wieviel Geld brauchen wir? Fragen über Fragen.. und mir kommt es vor, dass es mit jedem Tag mehr werden.

Die Entscheidung ist mit Sicherheit nicht leicht. Ich bin leidenschaftlich gern Mama und möchte so viel Zeit wie nur möglich mit meinen zwei Kindern verbringen. Sie sind aktuell noch so klein und die Zeit verrennt ja leider wirklich wie im Flug.

Ein Job im Büro von 8-12 Uhr wäre mein Traum, aber ob sich sowas finden lässt ist die nächste Frage. Die Motivation endlich wieder arbeiten zu gehen wäre auf alle Fälle reichlich vorhanden. Ich bin mir sicher, dass ich in meinem nächsten Job – wie früher – mehr als 100% geben würde.

Jedoch möchte ich später nichts bereuen müssen. Ich möchte nicht, dass meine Kinder von früh morgens bis nachmittags fremdbetreut werden müssen. Ich möchte diejenige sein, die mit meinem Sohn nach der Schule die Hausübung macht. Genauso möchte ich diejenige sein, die meine Tochter mittags vom Kindergarten abholt. Allerdings sind das eben nur meine Wünsche. Vielleicht gehen die meisten zukünftigen Klassenkameraden meines Sohnes in die Nachmittagsbetreuung und er würde es schade finden, wenn er nicht dabei sein kann. Außerdem weiß ich, dass meine Tochter supergern mit anderen Kindern spielt und diese Zeit enorm genießt. Wahrscheinlich würde ihr das garnichts ausmachen, wenn sie bis 14 oder 15 Uhr im Kindergarten wäre.

Momentan bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich mir im Spätsommer bzw. im Herbst einen geringfügigen Samstagsjob in der Nähe suchen werde. Somit sind die Kinder unter der Woche betreut und am Wochenende ist Papa da. Man verdient zwar nicht die Welt, aber es ist ein nettes Taschengeld nebenbei und ich komme auch ein bisschen raus. Vor zwei Wochen war ich aber noch der festen Überzeugung, dass ich 30 Stunden unter der Woche arbeiten möchte.

Ich bin wirklich gespannt, wie sich das alles entwickeln wird und wie es in einem halben Jahr tatsächlich ablaufen wird.

6 Comments

  1. Denise

    14. März 2017 at 16:33

    Ach ich versteh dich so gut!
    Meine Karenzzeit läuft mit Mitte Juli aus und ich hab absolut noch keinen Plan wieviel ich wo nebenher arbeiten gehen werde (bin eigentlich noch Studentin aber ein Bisschen Geld nebenher schadet ja nicht für Extraanschaffungen). Und ich weiß ja noch nicht mal ob ich einen fixen Platz bei einer Tagesmutter bekomme und ob meine Tochter überhaupt dort bleibt. Bisher war sie es gewohnt dass entweder wir oder die Omas (falls der Papa noch arbeiten ist und ich gerade Uni habe) sie betreuen und eigentlich ist sie ein sehr offenes Kind aber klappt das dann wirklich so leicht?!

    Viele Grüße
    Denise von
    http://www.lovefashionandlife.at

    1. Julies Blog

      14. März 2017 at 20:54

      Ohje, ja es ist wirklich nicht leicht. Bei mir hat sich das Thema aber schon erkedigt.. meine Tochter hat keinen Kindergartenplatz bekommen. Sie kann erst mit April 2018 starten, somit bin ich länger daheim als gedacht und werde mir als Zwischenlösung nun wirklich einen Samstagsjob in der Nähe suchen.

      Liebe Grüße,
      Julie

  2. naddisblog

    19. März 2017 at 17:05

    Ich kenne das nur zu gut. Mein jüngster geht nun seit Januar diesen Jahres in den Kiga. Er ist im Dezember 3 geworden. Ich wurde ende September am Rücken operiert und somit bin ich noch im krankenstadium oder wie ich es nennen soll. Bis Januar hatte ich noch 3 mal wöchentlich Krankengymnastik. Und bei mir wird sich das noch sicherlich bis April/Mai hinziehen bis ich wieder arbeiten kann.
    Da ich auch nicht so schwer heben darf etc. Wir werden sehen wie es kommt :)

    1. Julies Blog

      19. März 2017 at 17:25

      Ohjeee, na dann gute & baldige Besserung! Und dass du dann einen passenden Job findest. Ist mit Kindern ja garnicht so einfach finde ich.

      Liebe Grüße,
      Julie

  3. Jean Parker

    19. März 2017 at 17:26

    Ich kann dich verstehen, denn mir geht es nicht anders. Meine Tochter ist im Januar drei geworden und es wird nun langsam Zeit wieder arbeiten zu gehen, weil es finanziell einfach nicht mehr hinhaut.
    Da ich aber dennoch so viel Zeit wie möglich mit meiner Tochter verbringen möchte, werde ich mich selbstständig machen und von zuhause aus arbeiten. Dadurch habe ich mehr von meinem Kind, verdiene Geld, muss mir keine Sorgen machen nicht arbeiten gehen zu können, wenn sie mal krank ist und kann meine Arbeitszeiten an die Bedürfnisse meiner Kleinen anpassen.
    Ich sehe einfach keine andere Zukunft mehr für mich, vor allem weil sie kein Einzelkind bleiben soll.
    Liebe Grüße
    Jean

    1. Julies Blog

      19. März 2017 at 21:00

      Hey Jean!
      Selbstständig zu sein ist sicher eine gute Alternative. Solang das Geschäft rennt :) Hab ich mir auch schon überlegt. Aber mal sehen ob ich den Schritt wage.
      Liebe Grüße,
      Julie

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